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Zusammenhänge erkennen, Verantwortung übernehmen. Ein Abendvortrag zu Klimakrise und Fairem Handel

Die Formel   „CH4   +  2 O2   –>   CO2   +  2 H2O   +   Energie“ für die Verbrennung von Methangas kennen wir vielleicht noch aus dem Chemieunterricht. Man nehme einen fossilen Brennstoff (Gas, Kohle oder Öl) verbrenne ihn und es entsteht Wasser, CO2 und Energie. Wie CO2 zum Treibhauseffekt und damit zum menschengemachten Klimawandel führt, hat der Physiker Prof. Dr. Michael Vollmer anschaulich und mit verständlichen Worten erklärt. Aber nicht nur die physikalischen, auch die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Verbindungen waren Inhalt seines Vortrags unter der Überschrift: Zusammenhänge ERkennen, Verantwortung übernehmen –  KlimaUNgerechtigkeit und Fairer Handel

Das Anliegen der Veranstalter (Fair Handeln in Brandenburg an der Havel e. V., CVJM  Brandenburg und der Weltladen Faire Welt Brandenburg)  war es, begreifbar zu machen, was in der Welt des Klimawandels vor sich geht, denn nur dann sind und werden Menschen handlungsfähig, wie Frau Ute Wolf von Fair Handeln in Brandenburg an der Havel in ihrer Einleitung betonte.

Im Vortrag wurden zunächst Begriffe erklärt wie Globaler Norden und Globaler Süden. In der Folge wurden die Gründe für die ungleiche Verteilung von Armut und Reichtum in der Globalen Welt thematisiert, hier vor allem der Kolonialismus in Afrika und sodann der Klimawandel angesprochen sowie seine ungerechten Auswirkungen. Denn obwohl alle Teile der Welt davon betroffen sind, können sich reiche Länder besser dagegen schützen als arme Regionen. Die Hauptverantwortung für den menschengemachten Klimawandel liegt im Globalen Norden. Das hat der Vortrag deutlich herausgestellt. Die Folgen des Klimawandels trägt aber die gesamte Welt, insbesondere auch der Globale Süden, und dort vor allem die Schwächsten der Gesellschaft, zum Beispiel KleinbäuerInnen.

Der Faire Handel nimmt seit Jahren den Klimawandel in den Fokus. Wo immer es geht, werden Genossenschaften darin unterstützt, sich gegen den Klimawandel zu wappnen. Das verrät bereits ein Blick in Informationsmaterial der Weltladendachverbands und des Forums Fairer Handel (https://www.weltladen.de/ , https://www.forum-fairer-handel.de/ ).

Aber das alleine reicht nicht aus. Der Druck auf die Regierungen und die großen Treibhausgasverursacher muss steigen, um Veränderungen voranzubringen. Dafür kann Jede/r etwas zu.

„Es liegt in unserer Hand für das Wetter zu sorgen, das wir in Zukunft haben wollen, vor allem aber, das wir denjenigen in unserer Globalen Welt zumuten wollen, die sich nicht ausreichend vor wütendem Wetter schützen können. Mit jedem CO2 Molekül, das aus den Schloten der Kohlekraftwerke aufsteigt, aus den Auspuffrohren der Autos oder den Schornsteinen der Containerschiffe, verändern wir Dürren, Überschwemmungen und Hurrikans. Und mit jedem Gang zur Wahlurne, jeder Entscheidung über Stromanbieter, Fortbewegungsmittel oder das Menü für die nächste Familienfeier, entscheiden wir, wie wütend es wird.“ (Friederike Otto: Wütendes Wetter, Uhlsteinverlag 2020).

Im Anschluss an den Vortrag wurde noch rege diskutiert, Meinungen wurden ausgetauscht und Strategien entworfen, um der zunehmenden Erwärmung unserer Erde etwas entgegen zu setzen.

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